TRAUMAVERARBEITENDE METHODE IRRT

PSYCHOTRAUMATHERAPIE BEI ULRIKE PETZOLD

Zur Behandlung von Traumafolgen im Rahmen einer Psychotraumatherapie setze ich auch die Methode IRRT ein.

Die traumaverarbeitende Methode IRRT nach Mervin Schmucker
habe ich mir bei ihm in ein einer Fachweiterbildung angeeignet.

HINTERGRUND DER PSYCHOTHERAPIEMETHODE IRRT

Die Abkürzung IRRT steht für „Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy“, zu Deutsch „Umformung und Neuverarbeitung auf der Vorstellungsebene“ und ist ein Behandlungsansatz, der entwickelt wurde, um Menschen zu helfen, ihre Trauma-Erinnerungen zu überwinden und zu kontrollieren. Die Behandlung kann außerdem helfen, ein gesünderes Selbstbild und vermehrte Kontrolle über das Alltagsleben zu entwickeln und damit im Leben erfolgreich vorwärts zu gehen.

Man wird zu einem großen Teil mit Imaginationen arbeiten. Das heißt man wird gebeten, sich die traumatischen Bilder, Gedanken und Gefühle bildlich vorzustellen und sie zu durchleben, so wie man diese während eines Flashbacks oder Albtraums erlebt.

Am Anfang wird man gebeten, sich die gesamte Erinnerung von einer Trauma-Episode bildlich vorzustellen. Dann wird die Episode noch einmal durchgegangen, aber diesmal wird die Imagination schrittweise so verändert und umgeformt, damit es einen besseren Ausgang nimmt- einen Ausgang, der ein Gefühl von mehr Stärke und Kontrolle gibt.

Das Ziel ist, die Bilder von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein mit Stärke- und Bewältigungsbildern zu ersetzen, so dass man dem Trauma nicht länger als Opfer/ Untergebener gegenübersteht, sondern als gestärkte Person auf das Erlebte reagieren kann. Das verändert natürlich nicht das traumatische Ereignis selbst, aber es kann die Bilder, Gedanken, Gefühle und Überzeugungen in Bezug auf das Trauma verändern, also die Bilder, die man von dem Trauma immer noch hat.

Die IRRT hat sich v.a. als eine effektive Methode herausgestellt, wenn die zentrale Emotion nicht Furcht ist, sondern andere Gefühle wie Schuld, Scham, Ekel und Wut vorherrschen und eine reine Konfrontation mit dem primären Gefühl der Angst nicht ausreicht. Im Rahmen von Imagery Rescripting Sitzungen können solche Emotionen gezielt aktiviert, modifiziert und verarbeitet werden.